Mahnmal für die Opfer des Nationalismus

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Standort: Am Poth , 58644 Iserlohn

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Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus Siegfried Neuenhausen, 1989 Standtort: Am Poth Wer sich in der Iserlohner Innenstadt der Fußgängerzone vom Bahnhof kommend nähert, wird das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus wahrnehmen. Von diesem Bahnhof aus wurden jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen in die Vernichtiungslager deportiert. Unterhalb dieses Bahnhofes, im Eckhaus Treppenstraße / Kluse, brachten die Nazis jene jüdischen Mitbürger unter, denen sie zuvor die eigenen Wohnungen entzogen hatten. An der Rahmenstraße befand sich das "Braune Haus", ein Treffpunkt der Nationalsoialisten, und in unmittelbaren Nähe des heutigen Standortes wurde bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung ein Nationalsozialist erschossen. Um dessen Tod zu rächen, ermittelte man einen vermeintlichen Täter und richtete ihn hin. Das Mahnmal zeigt eine knapp überlebensgroße nackte männliche Figur aus Bronze, umzingelt von rastigen Winkeln aus Gor-ten-Stahl. Wie zum Appel bestellt, legt die Figur ihre Hände an die Außenseite der Oberschenkel. Eine Hand öffent sich, wehrlos bittend, zum Betrachter hin. Nur diese Geste läst die Figur aus ihrer symmetrischen, unbewegten Haltung. Der kahlgeschorene Kopf und die Risse und Schlürfwunden in der Bronzehaut kennzeichen den Mann als Opfer. Die Figur steht nicht erhöht, sondern ist in die Wirklichkeit unseres Lebens hineingestellt. Der rund geformte Bronzekörper steht zwischen eckig-spitzen, aggressiven Winkelformen, welche die Betrachter in ihrer Vorstellung zum NS-Hakenkreuz vervollständigen können. Eine Hilfestellung hierfür bietet die vor der Figur in das Pflaster eingelassene Schrifttafel.

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